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Infos zum Zivildienst

- allgemeine Infos -

Kann ein Wehrpflichtiger aus Gewissensgründen keinen Dienst an der Waffe leisten, dann ist er nach 1 des Kriegsdienstverweigerungsgesetztes verpflichtet, Zivildienst zu leisten. Über die Berechtigung, den Kriegsdienst mit der Waffe zu verweigern, wird auf Antrag entschieden. Der Antrag auf Kriegsdienstverweigerung ist beim zuständigen Kreiswehrersatzamt (KWE) zu stellen. Dieser Antrag wird vom KWE an das Bundesamt für den Zivildienst (BAZ) weitergeleitet. Das BAZ entscheidet über den Antrag, jegliche Anfragen bezüglich dieses Antrages richten sich also in der Regel an das BAZ.

Zur kompletten Verweigerung gehört folgendes:

  • Der eigentliche Antrag. Dieser Antrag kann knapp gehalten sein. Auf jeden Fall aber muss die Berufung auf das Grundrecht der Kriegsdienstverweigerung (Art. 4 Abs. 3 Satz 1 GG) in diesem Antrag enthalten sein. Fehlt dieser Hinweis wird der Antrag in der Regel nicht bearbeitet!
  • Eine persönliche, ausführliche Darlegung der Beweggründe für die Gewissensentscheidung. Hier ist weniger die Theorie des Pazifismus gefragt als konkrete Erlebnisse und Erfahrungen, welche die Gewissensentscheidung erklären ! (Beispiele)
  • Ein ausführlicher Lebenslauf.
  • Ein Führungszeugnis. Dies ist bei der zuständigen Kommune zu beantragen, welche die Anforderung des Führungszeugnis zum Zentralregister nach Berlin weiterleitet. Das gesamte Procedere kann etliche Wochen dauern, deshalb ist darauf zu achten, sich frühzeitig um das Führungszeugnis zu kümmern ! Zudem gibt es zwei Varianten des Führungszeugnisses. Es ist wichtig ein aushändigbares Führungszeugnis zu beantragen!
  • Alle Unterlagen zusammen sind zum zuständigen Kreiswehrersatzamt zu schicken. Der Antrag kann frühestens sechs Monate vor Vollendung des 18. Lebensjahrs und sollte möglichst 14 Tage vor der Musterung gestellt werden. Das KWE schickt den Antrag an das BAZ in Köln. Nach 8-12 Wochen kann in der Regel mit einer Antwort gerechnet werden. Bei Zweifeln an der Richtigkeit der gemachten Angaben fordert das BAZ den Antragsteller auf, sich ergänzend zu den gemachten Angaben zu äußern. Sollten nötige Unterlagen fehlen (s.o.) fordert das BAZ den Antragsteller auf die benötigten Unterlagen nachzureichen. Ist der Antrag plausibel, dann erfolgt in der Regel die Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer. In diesem Fall sendet das BAZ Adressen von Verbänden, welche Zivildienststellen anbieten. Jeder anerkannte Kriegsdienstverweigerer kann sich dann selbstständig eine Stelle suchen. Er kann auch u.U. mit einer potentiellen Dienststelle ein Eintrittsdatum für die Einberufung vereinbaren. Sofern das BAZ zustimmt erfolgt die Einberufung zur gewünschten Dienststelle und evtl. auch zum gewünschten Eintrittsdatum (die Einberufung erfolgt immer zum 1. eines jeden Monats !). Kümmert sich der anerkannte Kriegsdienstverweigerer nicht selbst um eine Stelle, dann erfolgt die Einberufung zu der vom BAZ vorgegebenen Dienststelle und dem vorgegebenen Datum.





          
     
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